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 Themen:

  - Quelle für heißes Wasser - Gesunde Süßigkeiten im Winter - Blumenzwiebeln aus biologischem Anbau - Zukunftswald 2000 - Wegwerfwindeln/Mietwindeln - Verwerten von Blättern - Unangenehme Gerüche in der Biotonne - Energiesparen mit Altpapier - Sprudel aus dem Wasserhahn - Herkulesstauden - Kampf der Blattlaus ohne Gift - Grüne Oasen in der Stadt: Bäume - Balkon-Tip -PET-Einwegflaschen - Umweltzeichendschungel -  Massentierhaltung - Jugend-Kampagne (Dose) - Schnupfenspray - Torf

 Schnelle Quelle für heißes Wasser: Expresskocher

 Für heißes Wasser zum elektrischen Wasserkocher statt zu Topf und Herd zu greifen

 Wasserkocher sparen Energie. Im Vergleich zum Elektroherd verbraucht ein Expresskocher ein Drittel weniger Strom, um ein Liter Wasser zu erhitzen, teilt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Selbst die Kaffeezubereitung in der sparsamen Kaffeemaschine ist noch teurer als im Kocher. Daher rät der BUND, so oft wie möglich den elektrischen Wasserkocher zu nutzen.

Wo immer kochendes Wasser benötigt wird, ist der Einsatz des Elektro-Kochers sinnvoll: Tee- oder Kaffeewasser sind im Nu heiß, und die Tasse Suppe für den kleinen Hunger dampft nach wenigen Sekunden. Auch das Wasser für Nudeln, Kartoffeln oder Reis sollte im Kocher erhitzt und dann erst in den Topf gegeben werden, empfiehlt der BUND. So muß der Herd nur noch auf kleiner Flamme die Mahlzeit am Köcheln halten. 

Wer die Herdplatte oder den Backofen fünf Minuten vor Ende der Garzeit ausschaltet und die Nachwärme nutzt, spart noch einmal Energie.

Weitere Tips zum Energiesparen in der Küche geben die Energieberatungsstellen, beispielsweise bei den örtlichen Stadtwerken.

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 Bratapfel und Schmorbirne - gesunde Süßigkeiten im Winter

 Es muß nicht immer Marzipan oder Lebkuchen sein

 Süßigkeiten gehören zur Weihnachtszeit wie Kerzenlicht und Nikolaus. Um den karies-fördernden Zuckerkonsum in Grenzen zu halten, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Stollen und Spekulatius ab und zu durch fruchtige Naschereien zu ersetzen: Bratäpfel, Gebackene Bananen oder Großmutters Honigbirnen zum Beispiel.

Vier Birnen werden gewaschen, waagerecht eingeritzt, und das Kernhaus wird herausgestochen. Drei Eßlöffel ungeschwefelte Rosinen, die in einem warmen Wasser-Zitronensaft-Gemisch gequollen sind, werden mit je drei Eßlöffel Honig und geriebenen Haselnüssen vermengt und in die Birnen gefüllt. Die Birnen werden mit zerlassener Butter in einer gefetteten Form 40 Minuten bei 220 Grad im Backofen gebacken.

Bratäpfel: Vier große Äpfel werden gewaschen, vom Kernhaus befreit und eingeritzt. Dann füllt man eine Mischung aus vier Eßlöffeln gemahlenen Haselnüssen, je einem Eßlöffel ungeschwefelter Rosinen und Honig und zwei Eßlöffeln Haferflocken in die Äpfel, stellt sie auf ein gebuttertes Blech und backt sie bei 200 Grad eine halbe Stunde.

Gebackene Bananen: Vier Bananen schälen, der Länge nach halbieren, in eine gefettete Auflaufform legen und mit Zitronensaft beträufeln. Je 60 Gramm geriebene Mandeln und Wal- oder Haselnüsse mit dem Saft einer halben Zitrone verrühren und über die Bananen verteilen. Butterflöckchen draufsetzen und im Backofen bei 175 Grad zehn Minuten backen.

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 Bio-Garten aus dem Postversand

 Wir empfehlen Blumenzwiebeln aus biologischem Anbau

 Damit im nächsten Frühjahr wieder Schneeflöckchen, Narzissen und Tulpen im Garten blühen, müssen jetzt die Blumenzwiebeln in den Boden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt, der Umwelt zuliebe Zwiebeln aus biologischem Anbau zu verwenden.

Durch die herkömmliche Produktion von Zierpflanzen und Blumenzwiebeln wird die Natur erheblich belastet: Pestizide und starke Düngung stören das Gleichgewicht der Ökosys-teme, beheizte Gewächshäuser erhöhen den Energiebedarf und Ressourcen wie Torf werden unnötig verbraucht.

Gärtner, die nach ökologischen Kriterien produzieren, verwenden laut BUND auf ihren Flächen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und keinen Kunstdünger. Sie düngen die Topferde und den Boden rein organisch. Gegen Schädlinge im Gewächshaus setzen sie Nützlinge ein. Die Beete im Freiland sind eingebettet in eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Bewusst werden Wildpflanzen, heimische Pflanzen und solche, die als robust und wenig krankheitsanfällig gelten, bevorzugt. So werden Wasserhaushalt und Boden geschont sowie weniger Energie verbraucht. Die Kunden müssen trotzdem nicht auf Auswahl und Qualität verzichten: Sie erhalten widerstandsfähige Pflanzen für alle Standortansprüche.

Wer keine Bio-Gärtnerei in seiner Nähe hat, kann auf den Versandhandel als alternative Bezugsquelle zurückgreifen. Blumenzwiebeln, aber auch vorgezogene Pflanzen können bedenkenlos per Post bezogen werden.

Eine Liste mit Betrieben für Öko-Pflanzen erhält man kostenlos bei Ulrike Fischbach, Amt für Regionalentwicklung, Frankfurter Str. 69,
35578 Wetzlar, Tel.: (06441) 9289-256.

Per Versand kann man Blumenzwiebeln unter anderem bei folgendem Betrieb bestellen:
Hoeve Vertrouwn, Medemblikkerweg 17, NL-1771 SC Wieringerwerf, Tel.: (0031) 227-501637.

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 Eine Spur in die Zukunft legen

 Das BUND-Projekt "Zukunftswald 2000" läßt Bäume ins nächste Jahrtausend wachsen

 Wer einen Baum pflanzt, legt eine Spur in die Zukunft: Bis zu 500 Jahre alt kann eine Buche werden, eine Eiche sogar 1000 Jahre. Bäume spenden Sauerstoff und Feuchtigkeit, nehmen Kohlendioxid auf und filtern Schadstoffe aus der Luft. Bäume bieten Nahrung und Lebensraum für Tiere, liefern Holz - und sind einfach schön.

Gründe genug, meint der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), einen Baum für das nächste Jahrtausend zu pflanzen. Daher hat der BUND das Projekt "Zukunftswald 2000" ins Leben gerufen: Für eine Spende von 150 Mark pflanzt der BUND einen Baum, pflegt ihn und stellt eine Tafel mit dem Namen des Spenders auf. Als besonderes Dankeschön gibt es für den Stifter eine persönliche Urkunde und eine schöne Druckgrafik. Gerahmt, ist diese Grafik ein dekorativer Wandschmuck.

Natürlich eignet sich diese zukunftsfähige Idee auch als ausgefallenes Geschenk: Ob eine Linde zu Weihnachten, ein Apfelbaum zur Geburt eines Kindes, ein kleiner Mischwald von den Hochzeitsgästen oder eben eine Eiche als Millenniumsbaum zum Jahrtausendwechsel - immer verschenkt man ein Stück lebenswerte Zukunft, das weit über unsere Zeit hinauswächst.

Infos zum Zukunftswald: BUND, Bettina Praetorius, Tel.: 0228-40097-47, eMail: zukunftswald@bund.net, Spendenkonto 232, Stichwort "Zukunftswald", bei der Sparkasse Bonn.

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 Umweltfreundlich, praktisch und preiswert: die Mietwindel

 Wegwerfwindeln machen jede Menge Müll

 In reinen Wohngebieten besteht der Restmüll oft zur Hälfte aus Wegwerfwindeln. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) könnten diese Windelberge bundesweit alleine sieben Müllverbrennungsanlagen auslasten. Die umweltfreundliche Alternative zur Einwegwindel ist die Stoffwindel. Sie ist laut BUND auch die preiswertere Lösung, bezieht man in den Vergleich die Müllgebühren für die zusätzlich notwendige 120-Liter Restmülltonne ein. Hinzu kommt, daß Untersuchungen zufolge Kinder, die mit Stoffwindeln gewickelte werden, durchschnittlich ein Jahr früher trocken werden. Denn in Stoffwindeln spüren sie die unangenehme Nässe, die bei Einwegwindeln durch chemische Zusätze absorbiert wird. So sparen Eltern die Windelkosten eines ganzen Jahres.

In der Bilanz zwischen selberwaschen oder Windeldienst schneidet die Mietwindel in den meisten Fällen günstiger ab. Zum einen entfallen die Anschaffungskosten und die Arbeitszeit beim Waschen, Trocknen und Zusammenlegen der Windeln. Da Haushalte überwiegend nicht über einen Warmwasseranschluß für die Waschmaschine verfügen, moderne Wäschereien jedoch energiesparende Geräte und Wärmetauscher einsetzen und die Lauge rückführen, kann hier viel Wasser und Energie gespart werden. 

Wer dennoch die Windeln selber waschen möchte, sollte sie auf der Leine trocknen und nicht im Trockner, denn Windeleinlagen brauchen deutlich länger als andere Wäsche zum trocknen und verbrauchen darum im Trockner sehr viel Energie.

Da durch Windeldienste beträchtliche Mengen Restmüll und somit Kosten vermieden werden, haben einige Gemeinden Förderprogramme entwickelt: München bespielsweise zahlt hundert Mark pro Kind, wenn Eltern die Quittung eines Windeldienstes oder über den Kauf von Stoffwindeln vorlegen.

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 Herbstlaub: Gartenbeet statt Biotonne

 BUND-Tips zum Verwerten von Blättern

 Wenn sich im Herbst die Laubbäume verfärben, sieht das zwar schön aus. Doch wenn die Blätter fallen, ist die Freude meist vorbei: Wohin soll das Laub? Nicht unbedingt in die Biotonne, meint der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), und gibt Tips zum Verwerten der Blätter. 

Unter Bäumen und Büschen kann das Laub einfach als "Flächenkompost" liegen bleiben. Bis zum nächsten Frühjahr ist es dann schon stark zersetzt. Auf Rasen- und Pflasterflächen sollten die Blätter jedoch zusammengeharkt werden. Sie können an einer frostgeschützten Stelle im Garten bis zu 1,5 Meter Höhe aufgehäuft und kompostiert werden. So bieten sie gleichzeitig auch Igeln und anderen Tieren Unterschlupf.

Eichen- und Kastanienblätter verrotten schlecht. Deshalb sollten sie mit anderen Blättern gemischt werden. Laubsorten, die leicht verrotten, sind zum Beispiel Ahorn, Birke, Linde, Erle und Buche. Damit die Blätter nicht zusammenkleben, empfiehlt der BUND das Untermischen von Zweigen oder fertigem Kompost. Außerdem müssen nasse und trockene Blätter gut durchmischt werden. Wenn nur schwer verrottbare Blätter vorhanden sind, sind Stickstoffzugaben nötig. Hierfür eignen sich beispielsweise Rasenschnitt, Mist oder Hornspäne.

Die fertigen Laubhaufen werden mit Gartenerde abgedeckt und im Frühjahr umgesetzt. Im nächsten Herbst ist der Kompost dann fertig. Die Blätter können aber auch als Mulchmaterial für das Gemüsebeet benutzt und erst im Frühjahr kompostiert werden.

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 Umschwärmte Bio-Tonne

 Unangenehme Gerüche und Insektenschwärme in der Biotonne vermeiden

 Warme Temperaturen beschleunigen den Gärungs- und Fäulnissprozeß von Bio-Abfällen. Sie riechen unangenehm und ziehen Insekten magisch an den Bio-Eimer in der Küche und die Tonne vor dem Haus. Um die lästigen Gerüche und Insektenschwärme zu vermeiden, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), den Bioabfall-Eimer im Sommer täglich in die Tonne zu leeren. Außerdem sollte die Biotonne möglichst im Schatten stehen.

Der kleine Eimer steht besser auf Balkon oder Terrasse als in geschlossenen Räumen. Dort kann er offen bleiben, damit die Abfälle trocknen statt zu faulen. Nasse Bioabfälle werden in Zeitungspapier gewickelt in die Tonne geworfen oder mit Gartenkalk bestreut. Gekochte Essensreste und gewürzte Lebensmittel wie zum Beispiel Brot gehören in die Restmülltonne und nicht in den Kompost.

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 Müll-, Wasser- und Energiesparen mit Altpapier

 Wie man mit Altpapier die Umwelt schont

 Wer Schreib- und Kopierpapier, aber auch Toilettenpapier oder Papiertücher aus Altpapier benutzt, schützt die Umwelt. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werden durch die Verwertung von Papier die Abfallberge um fast 10 Millionen Tonnen im Jahr verringert sowie bis zu 70 Prozent Frischwasser und 65 Prozent Wärmeenergie gespart. Umweltfreundliches Papier, das ausschließlich aus Altpapier besteht, erkennt man beim Kauf am Umweltzeichen "Blauer Engel" auf der Verpackung. Um gebrauchtes Papier der Herstellung von Altpapier zuzuführen, empfiehlt der BUND, Papier getrennt vom restlichen Müll bei den Altpapiersammlungen oder in speziellen Papier-Containern zu entsorgen.

Das Umweltbundesamt weist außerdem darauf hin, daß selbstklebende Notizzettel, Aufkleber und Briefumschläge mit Klebe-Verschlüssen nicht ins Altpapier gehören, da sie die Herstellung von Recycling-Papier erheblich stören. Daher sollten solche Papierprodukte im Restmüll entsorgt werden.

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 Sprudel aus dem Wasserhahn

 Es muß nicht immer Mineralwasser sein.

 Rund 600 Gramm wiegt eine leere Mehrweg-Mineralwasserflasche. Das sind mit Kasten über acht Kilo Verpackung, die vom Geschäft nach Hause und wieder zurück geschleppt werden - oder weniger umweltfreundlich als Einwegflasche zum Glas-Container. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt die bequeme und billige Variante: Wasser aus dem Hahn. Denn Trinkwasser ist nicht nur klar, es ist auch sauber. Der Gesetzgeber hat für Trinkwasser mehr und schärfere Grenzwerte festgelegt, als für jedes andere Lebensmittel.

Trinkwasser wird regelmäßig auf über 60 Stoffe und Stoffgruppen untersucht. Beipielsweise darf der Pestizidwert 0,1 Mikrogramm pro Liter nicht übersteigen. Damit ist Leitungswasser unbelasteter als Gemüse, denn hier liegt die zulässige Pestizidmenge tausendmal höher.

Auf Sprudelperlen muß der Leitungswasser-Trinker nicht verzichten. Für 100 bis 150 Mark sind Aufbereitungsgeräte erhältlich, mit denen man Kohlensäure beigeben kann. Das Nachfüllen der Kohlensäure-Patrone kostet etwa acht Mark und läßt 40 Liter Wasser perlen. Das entspricht fast fünf Kästen Mineralwasser und 40 Kilogramm Leergut, das nicht getragen werden muß. (Angebot aus Bad Salzuflen)

Wer ab und zu auf Mineralwasser nicht verzichten möchte, sollte auf die Herkunft achten. Das Marken-Wasser aus den tiefen Quellen des französischen Zentralmassivs oder der italienischen Alpen hat immerhin einige hundert Kilometer Transportweg hinter sich. Mineralwasser aus dem nahegelegenen Brunnen schmeckt der Umwelt besser.

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 Keine Panik vor Herkules

 Jedoch Vorsicht: Herkulesstauden nicht berühren.

 Die Herkulesstaude macht ihrem Namen alle Ehre: Bis zu vier Meter hoch kann die eindrucksvolle Pflanze werden; ihre weißen, doldenartigen Blüten überragen wie aufgespannte Schirme die großen, lappigen Blätter. Die auch Riesenbärenklau genannte Pflanze wurde Ende des letzten Jahrhunderts aus dem Kaukasus als Zierpflanze in deutsche Gärten gebracht; längst hat sie sich neue Lebensräume erobert. Vor allem an Fluß- und Bachufern breitet sie sich aus und bildet mancherorts undurchdringliche Dschungel aus. 

Man sollte der Staude nicht zu nahe kommen, rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Denn die Pflanze sondert, wenn sie berührt wird, einen giftigen Saft aus, der bei Sonneneinstrahlung zu schweren Verbrennungen der Haut führt. Daher sollte die Pflanze nicht angefaßt werden. Herkulesstauden an Spielplätzen oder in Gärten, in denen Kinder spielen, sollte man entfernen. Dafür müssen alle  Dolden nach der Blüte, aber bevor die Samen reifen, solange abgeschnitten werden, bis die Pflanze abstirbt. Dabei sollten Handschuhe und geschlossene Kleidung getragen werden. Der BUND rät, Handschuhe und Werkzeug anschließend abzuwaschen.

Ein Grund zur Panik herrscht laut BUND aber nicht. Wer vorsichtig ist, also den Riesenbärklau nicht berührt und Kinder vor der Gefahr warnt, hat nichts zu befürchten. Schließlich stürzt sich auch niemand freiwillig in ein Brennesselfeld. Kommt die Haut doch einmal mit dem Pflanzensaft in Berührung, muß sie unbedingt vor Sonnenlicht geschützt werden.

Seinen Siegeszug hält der riesige Einwanderer nach Angaben des BUND vor allem dort, wo der Mensch die ortstypischen, natürlichen Lebensgemeinschaften zerstört hat. Zum Beispiel an Flußufern, wo die Auen weichen mußten für Uferbefestigungen oder die Landwirtschaft. Eine wirksame Eindämmung der Herkulesstaude ist möglich, wenn Bachufer renaturiert und Auen geschützt werden.

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 Kampf der Blattlaus ohne Gift

 Blattläuse ohne Chemie-Spritze eindämmen

 Über 800 verschiedene Blattlausarten leben in Mitteleuropa und plagen Gärtner und Balkonbesitzer. Sie saugen den Pflanzen ihren Saft aus, so daß sie kränkeln, weniger Früchte tragen oder sogar eingehen. Blattläuse befallen zuerst schwache oder kranke Pflanzenteile. Darum sollte nach Meinung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der erste Schritt im Kampf gegen die Blattläuse sein, die Pflanzen mit einer Düngung aus Kompost, organischem Dünger oder Pflanzenjauche zu stärken. Zudem sollten sie an einem passenden Standort mit genügend Licht und ausreichendem Abstand wachsen, damit sich die Pflanzen gesund und kräftig entwickeln. 

Ein paar Läuse an einer gesunden Zierpflanze sind noch kein Grund, harte Maßnahmen zu ergreifen, meint der BUND. Die Läuse können mit den Fingern zerdrückt oder mit Wasser abgespritzt werden. Oft genügt eine rasch wirkende Düngung mit Brennessel-Jauche, um die Abwehrkräfte der Pflanze zu stärken. Erst wenn die Pflanze sichtbar geschädigt ist, verkrüppelt wächst, die Blätter sich kräuseln, rollen oder blasig auftreiben, sollten stärkere Abwehr-Mittel eingesetzt werden. Stark befallene Triebe werden abgeschnitten, der Rest mit einem Pflanzenextrakt behandelt: Aus 30 Gramm Rainfarn-Blüten beziehungsweise Wermut oder 150 Gramm Rhabarberblättern wird mit einem Liter kochendem Wasser ein Tee gebrüht. Abgekühlt und im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnt, kann es verspritzt werden. Ebenso wirksam ist eine Jauche aus Farnkraut. Hierfür läßt man 100 Gramm frische, zerkleinerte Farnblätter mit einem Liter Wasser drei Wochen lang gären, seiht die Jauche ab und spritzt sie zehnfach verdünnt.

Eine Notwehr-Maßnahme ist das Spritzen mit Schmierseifen-Brühe oder einer Mischung aus Schmierseife, Spiritus und Wasser. Doch dabei werden auch Nützlinge gefährdet, so der BUND.

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 Grünen Oasen in der Stadt: Bäume

 Tips zu Schutz und Pflege von Stadtbäumen

 Bäume dienen allen. Unzählige Insekten tummeln sich unter der Baumrinde oder auf Blättern, Vögel nisten in der Krone und finden dort Nahrung und den Menschen geben Bäume die Luft zum Atmen. Stadtbäume sind nach Meinung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der naturfernen Welt aus Asphalt und Beton besonders wertvoll für Menschen und Tiere. Eine 100jährige Linde zum Beispiel hat über eine halbe Million Blätter. Deren Fläche ist zusammen etwa so groß wie zwei Fußballfelder. Damit kann der Baum den Kohlendioxidausstoß von rund zweieinhalb Einfamilienhäusern unschädlich machen. Dabei erzeugt er soviel Sauerstoff, wie zehn Menschen täglich zum Atmen brauchen. Als riesiger Filter nimmt er Bakterien, Pilze, Staub und Schadstoffe aus der Luft auf und hält sie in seinen Blättern fest. Rund 400 Liter Wasser saugt er täglich mit seinen Wurzeln aus dem Boden. Das Wasser verdunstet über das Blattwerk und verbessert so das Stadtklima.

Aber Bäume in der Stadt sind besonders gestreßt. Sie leiden unter vielen Schadstoffen und Trockenheit. Regen kann kaum in den Boden eindringen, weil die Oberfläche versiegelt ist. Das Wasser fließt in die Kanalisation. Nur um die Bäume sind kleine Bereiche nicht geteert. Diese sogenannten Baumscheiben dienen als unansehnliches Hundeklo und Aschenbecher für unverrottbare Zigaretten-Filter. Werden Autos auf ihnen geparkt, können Öl und Benzin in den Boden tropfen. Neben allgegenwärtigen Abgasen müssen die Bäume noch Extra-Schadstoffduschen verkraften, wenn Autos mit dem Auspuff zum Stamm geparkt werden.

Alle Stadtbewohner profitieren von gesunden Bäumen. Darum empfiehlt der BUND jedem Anwohner, den Baum vor seiner Tür in Pflege zu nehmen. Ist es lange trocken und heiß, tun ihm einige Eimer Wasser gut. Wer die Baumscheibe vor der Tür mit Blumen, Sträuchern oder Stauden bepflanzt, kann sich nicht nur am Anblick der Blüten erfreuen. Die Erde wird durch die Durchwurzelung lockerer, Regenwasser sickert leichter in den Boden und hält ihn länger feucht. Und Hundebesitzer, Raucher und Autofahrer werden auf das kleine Beet mehr Rücksicht nehmen. Beim Parken sollten Autofahrer darauf achten, daß der Auspuff vom Stamm abgewandt ist. 

Eine Baumscheibe sollte mindestens zwei mal zwei Meter messen. Ist sie zu klein, kann sich jeder an das Grünflächen- oder Umweltamt der Stadt wenden, um die Vergrößerung anzuregen.

Übrigens: Die größte Bedrohung für die Bäume ist immer noch das Streusalz. Ein Baum, der durch Salz vorgeschädigt ist, hat kaum eine Chance, dem Dauerstreß in der Stadt zu widerstehen. Daher sollten Anrainer im Winter auf den Einsatz von Salz auf dem Bürgersteig verzichten.

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 Eine Frage des Standortes

 Balkon-Tip: Pflanzen für jede Himmelsrichtung 

 Ob Christrose oder Frühlings-Adonisröschen auf dem heimischen Balkon gedeihen, hängt wesentlich von der Himmelsrichtung des Topfgartens ab. Die meisten Balkone und Terrassen sind zum Licht, Richtung Süd, Südost oder Südwest gebaut. Diese sonnigen Standorte erlauben eine große Artenvielfalt: Wildblütenpflanzen, Gewürzkräuter oder Gemüse gedeihen hier. Man kann einen Duftkasten oder einen Sumpfpflanzen-Topf anlegen, Kletterer oder Kriecher die Wände und Töpfe umranken lassen oder Lockpflanzen für Wildbiene, Hummel oder Schmetterlinge anbieten. Beim Kauf von Pflanzen oder Samen ist auf Etikett oder Samentüte vermerkt, ob die Pflanzen Sonne mögen.

Nord/Nordostbalkone bekommen wenig Licht und die West/Nordwestlage ist Wind- und Wetter am stärksten ausgesetzt - hier ist es meist schattig, kühl und feucht. Es geht nicht so blumig zu wie im Süden. Dennoch müssen die Bewohner auf üppiges Grün nicht verzichten. Alle Pflanzen, die sich im Schatten wohlfühlen, beispielsweise in einem dichten Wald, gedeihen Richtung Norden prächtig. Gräser und Farne können den Balkon in einen kleinen Dschungel verwandeln: die kleine Mauerraute und der über einen halben Meter große Wurmfarn, der Gemeine Tüpfel- und der Borstige Schildfarn, bizarre Gräser-Kombinationen aus Schattensegge, Buschhainsimse und Nickendem Perlgras. Auch Blumen, die im Wald heimisch sind, fühlen sich auf einem schattigen Balkon wohl: Waldvergißmeinicht, Blutstorchschnabel, einige Glockenblumen und blaue Akelei. Manche Kräuter kommen ebenfalls mit wenig Licht aus: Bär- und Schnittlauch, Zitronenmelisse, Ringelblume, Bibernelle, Bohnenkraut und Thymian.

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Getränkeflaschen: Glas besser als Kunststoff

 BUND hält PET-Einwegflaschen für ökologisch, sozial und gesundheitlich bedenklich.

 Die Getränkeindustrie bringt immer mehr kohlensäurehaltige Limonadengetränke in Kunststoff-Einweg-Flaschen auf den Markt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält diese Verpackungen aus PET (PolyEthylen-Terephthalat) nicht nur aus ökologischer Sicht für bedenklich. Denn der Kunststoff kann chemische Stoffe an das Getränk abgeben, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Einer der Stoffe ist das geschmacks- und geruchsintensive Acetaldehyd. Es gibt Wasser einen leichten Geschmack nach Apfel. Zudem besteht nach Untersuchungen der Behälterglasindustrie bei PET-Flaschen, im Gegensatz zu Glasflaschen, die Gefahr, daß sich Schimmelpilze bilden.

Wenn der Trend zur Umstellung auf PET-Einweg anhält, würden nach Angaben des BUND pro Jahr 288.000 Tonnen mehr des Kunststoffes PET verbraucht. Damit würde der Müllberg an Kunststoffverpackungen um 35 Prozent wachsen.

Das Abfüllen von Mineralwasser in PET-Einweg statt in Glas-Mehrweg kann laut BUND auch negative Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen haben: Nach Schätzungen des BUND könnten sich von den derzeit 240 regionalen Mineralbrunnen nur die wenigsten die teure Umstellung der Abfüllanlagen auf PET-Flaschen leisten. So würden 20 bis 30 zentrale Großbrunnen und Abfüller die anderen vom Markt verdrängen. Dies würde nicht nur zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen, sondern auch zu mehr Umweltbelastung. Denn die längeren Transportwege vom Brunnen zum Handel bedeuten mehr Kraftstoffverbrauch, steigende Luftverschmutzung und größere Lärmbelästigung.

Daher fordert der BUND die Verbraucher auf, beim Getränkekauf zur Mehrweg-Flasche regional ansässiger Brunnen zu greifen.

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Urlaub im Dschungel der Umweltzeichen

 Der BUND sagt, welche Öko-Siegel etwas taugen

 Verbraucher, die einen umweltfreundlichen Urlaubsort suchen, wird die Orientierung schwer gemacht: 46 verschiedene touristische Umweltzeichen wurden in den letzten 10 Jahren europaweit nach sehr unterschiedlichen Kriterien vergeben. Da gibt es die umweltfreundliche Autobahnraststätte, den umweltfreundlichen Strand oder das umweltfreundliche Hotel. Mal werden umweltfreundliche Gemeinden ausgezeichnet, mal Betriebe oder Fremdenverkehrskonzepte. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Umweltzeichen untersucht, um Reiselustigen eine Orientierungshilfe im Dschungel der Öko-Siegel zu geben. Das Ergebnis: Die Umweltstandards von acht Labels halten der kritischen BUND-Prüfung stand. Sie könnten Empfehlungen für ein einheitliches und verbraucherfreundliches Gütesiegel sein. 

Die Deutsche Umwelthilfe verleiht seit 1990 jährlich den Titel "Bundeshauptstadt für Natur und Umweltschutz", beispielsweise an Nettersheim, Freiburg und Bad Oyenhausen. Vorbildlich sind auch das "Österreichische Umweltzeichen für Tourismusbetriebe", das seit 1997 im
Nachbarland vergeben wird, und das regionale "Umweltsiegel Tirol/Südtirol". 

Die EU-Kommission zeichnet einzelne Tourismus-Projekte zeichnen mit dem "Europäischen Preis für Tourismus und Umwelt" aus. Der Internationale Hotel- und Gaststättenverband (IH&RA) verleiht den Umweltpreis "Environmental Awards". Preisträger können Betriebe, umweltfreundliche Verkehrskonzepte oder Regionen sein. Die Naturfreunde International ernennen seit fast zehn Jahren eine Region zur "Landschaft des Jahres". Im vergangenen Jahr war dies die Maas. 

Das Deutsche Institut für Urbanistik vergibt in den neuen Bundesländern
den Titel "TAT-Orte - Gemeinden im ökologischen Wettbewerb". 
Klarheit im Wirrwarr der touristischen Umweltzeichen sollte der "Grüne
Koffer" des Vereins Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) bringen. 

Dieses Siegel wird seit 1991 entwickelt, um als einheitliches Label Beherberbungsbetriebe, Reiseveranstalter und Fremdenverkehrsorte in
Europa auszuzeichnen. Da die Wirtschaftsverbände den Grünen Koffer
bisher ablehnen und eigene Umwelt-Siegel schaffen, konnte er noch nicht
eingeführt werden. (Eine Zusammenfassung der Untersuchung gibt es beim BUND, Tel.: 0228-40097-25)

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Gequält und verkrüppelt - Puten aus Massenhaltung

 Der BUND rät zum Kauf von Freiland-Truthähnen

 Rund fünf Kilo Putenfleisch ißt nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jeder Deutsche pro Jahr - als Schnitzel, gebratene Putenstreifen auf Salat oder in der Wurst. Putenfleisch ist preiswert, mager und gilt als vergleichsweise gesund, seitdem Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch ins Gerede gekommen ist. Doch stammen laut BUND fast alle in Deutschland verkauften Puten aus qualvoller Massenzucht. Dicht drängen sich bis zu 30.000 Tiere in riesigen, Tag und Nacht erleuchteten Hallen. Enge und Streß führen dazu,
daß sich die Vögel gegenseitig Federn ausreißen und verletzen - obwohl ihnen schon als Küken die Schnabelspitze mit dem Laser gekappt wird, damit sie sich nicht gegenseitig verstümmeln. 

Brauchte früher ein Truthahn ein halbes Jahr, um sieben Kilo schwer zu werden, wachsen die heutigen Turbo-Puten in fünf Monaten ihrer Schlachtreife von über 20 Kilo entgegen. Für diese Fleischpakete ist jedoch das Knochengerüst zu schwach: Die Tiere fallen immer wieder vorne über, ziehen sich dabei schmerzhafte Muskel-Entzündungen zu, die Gelenke der Beine verformen sich, Zehen und Rücken verkrüppeln, manchen Puten brechen gar die langen Röhrenknochen der Oberschenkel. Vor allem die bei Verbrauchern begehrte Putenbrust lastet schwer auf den Knochen: Bei den heutigen auf Fleischproduktion gezüchteten Masttieren wiegt die Brust doppelt so viel wie noch vor acht Jahren. 

Zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten werden die Vögel von
Geburt an geimpft und über Futter und Wasser mit Medikamenten gegen
Parasitenbefall versorgt. Dazu erhalten sie eine tägliche Dosis Antibiotika im Futter, sogenannte Leistungsförderer, damit sie schneller Fleisch ansetzen. 

Diese verkrüppelten Tiere durchleiden vom Schlüpfen aus dem Ei bis zum Schlachthof eine einzige Qual. Daher rät der BUND Verbrauchern, Tiere aus Freiland- oder Öko-Haltung zu kaufen und auf die Siegel der
Öko-Anbauverbände zu achten. Einzelhändler, aber auch manche Handelsketten bieten Putenfleisch von Tieren an, die artgerecht und ohne
Leistungsförderer gehalten worden sind. Eine Liste dieser Züchter verschickt der Anbauverband Naturland (Tel.: 089-8980820).

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Nase voll von Schnupfensprays

 BUND warnt vor Schnupfensprays und gibt gesunde Tips für freie Nasen

 (BUND/Bonn) Schnupfen erwischt jeden irgendwann. Immer häufiger greifen Menschen mit laufender Nase zu einem Spray gegen Schnupfen. Doch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät zur Vorsicht, denn viele dieser Mittel können unangenehme und ungesunde Nebenwirkungen haben. Ein Mittel, daß Schnupfen heilt, gibt es nicht, allenfalls kann es die Symptome wie angeschwollene Schleimhäute lindern. Etliche gängige Schnupfenmittel enthalten das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid, das die Haut reizt und Allergien auslösen kann, oder Parrafine, die die Schleimhaut reizen. Die sogenannten Sympathomitika, die in den meisten Sprays und Tropfen enthalten sind, lassen die Schleimhäute zwar schnell abschwellen. Ist ihre Wirkung jedoch verflogen, führen sie dazu, daß die Schwellung sich noch verstärkt, so daß das Mittel immer wieder genommen wird. Das kann zu einer dauerhaft verstopften Nase, dem medikamentösen Schnupfen, führen. 

Der BUND empfiehlt daher Schnupfen-Mittel aus ätherischen Ölen, beispielsweise Pfefferminz- oder japanisches Heilpflanzenöl, oder Pflanzenauszüge. Sie können fertig gekauft oder selbst zum Inhalieren im Wasserbad gelöst werden. Diese Mittel lindern die Symptome und sind gut verträglich. Öliger Kamillenblütenauszug wirkt zusätzlich gegen Entzündungen. Wichtige Ausnahme: Campher und Menthol reizen die Schleimhäute und können für Kleinkinder und Säuglinge sogar gefährlich werden. Das einfachste Mittel gegen verstopfte Nasen ist eine einprozentige Salzlösung, die den Schleim verflüssigt, die Nase reinigt und für freie Nasengänge sorgt. Diese kann selbst hergestellt - ein Gramm Salz auf 100 Milliliter lauwarmes Wasser - und mit einer Pipette in die Nase geträufelt werden, oder man läßt sie in der Apotheke abfüllen. Es gibt auch fertige Tropfen, die aus steriler Sole bestehen. Schwitzpackungen und eine warme Dusche unterstützen die Heilung. Außerdem sollte die Raumluft nicht zu trocken sein. 

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Torf-Erde: Kein Vorteil fürs Beet, aber großer Schaden für die Natur

 Der BUND rät zum billigen, besseren und naturschonenden Kompost

 (BUND/Bonn) Der Frühling naht, Garten- und Balkonbesitzer bereiten Beete, Kübel oder Kästen für die neuen Pflanzungen vor, und der Torf-Absatz steigt sprunghaft an. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) landen allein aus deutschen Hochmooren Jahr für Jahr rund 7,2 Millionen Kubikmeter Torf in Gärten, Blumenkästen und Pflanzenzucht-Betrieben. Daß Torf den Boden dauerhaft verbessere und dünge, ist nach Meinung des BUND Unfug. Im Gegenteil: Torf versauert den Boden, was die meisten Pflanzen nicht mögen, und er hat kaum düngende Eigenschaften, so daß Gärtner Nährstoffe zusetzen müssen. Kübelpflanzen und Beete müssen zudem viel mehr gegossen werden, weil Torf kaum Wasser speichern kann. 

Der großflächige Torfabbau zerstört die Moore und damit selten gewordene Lebensräume für zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Von ehemals 9.000 Quadratkilometern Natur-Moore in Deutschland sind heute nur noch 600 naturnah erhalten, also weniger als sieben Prozent. 

Von der Zerstörung der Moore profitiert die Torf-Industrie, nicht der Garten, meint der BUND. Ein billiger, besserer und naturverträglicher Bodenverbesserer ist Kompost, der in Gärten und Grünanlagen eh anfällt. Auch auf dem Balkon kann eine kleine Kompost-Kiste Grün-Abfälle, aber auch Gemüsereste, Eierschalen oder Kaffeefilter in wertvolle Nährstoffe verwandeln. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, welken Blättern, Baumrinde oder zerkleinerten Zweigen auf den Beeten hält die Erde feucht und schützt vor dem Austrocknen. 

Redaktion: Margit Mertens 

Abdruck gegen Quellenangabe kostenlos. 
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