Planverfahren
a_Logo_1kl


Der BUND e.V. wird über öffentliche Planverfahren informiert und um eine Stellungnahme gebeten. Das Bundesnaturschutzgesetze hat dazu 3 Verbände berechtigt. Auf dieser Seite wollen wir solche Planungen vorstellen. Wer dazu Stellung nehmen will, sollte sich mit uns rechtzeitig in Verbindung setzen (Mail).

17.05.2011

Planfeststellungsverfahren - Planoffenlage für den Ausbau der B 239 von der A2 bis zur Gemeindestraße Dorfstraße/Lohheide

Ende der Frist zur Abgabe der Stellungnahme: 29.06.2011

Alle Pläne befinden sich hier.

 

22.11.2010

Änderung der Planfeststellung für den Neubau der Tank- und Rastanlagen Ravensberger Land Nord und Süd (künftiger Name Rastanlage Lipperland) an der BAB A2 in Bad Salzuflen-Lockhausen bzw. Bielefeld-Brönninghausen

Die Änderung (bei der Größe und Lage der Ausgleichsflächen) der Planfeststellung wurde vollzogen.
 

 

02.10.2009

Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Tank- und Rastanlagen Ravensberger Land Nord und Süd an der BAB A2 in Bad Salzuflen-Lockhausen bzw. Bielefeld-Brönninghausen

Die Planfeststellung wurde vollzogen.
 

 

28.04.2005:

Neubau einer Tank- und Rastanlage an der BAB A2 zwischen Herford-Ost und Bielefeld-Brönninghausen

Bauherr: Straßen.NRW. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen

Verfahren: BI/LIP 37-03.01 ST

Aus dem LBP für den geplanten Neubau einer Tank- und Rastanlage an der BAB A 2 - Vorinformation

 

Geplantes Vorhaben

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen plant den Bau einer Tank- und Rastanlage an der BAB A 2 zwischen Herford-Ost und Bielefeld-Brönninghausen.

 

Geografische, politische und naturräumliche Lage

Der Standort der geplanten Tank- und Rastanlage an der Richtungsfahrbahn Oberhausen befindet sich nördlich der Autobahnanschlussstelle „Ostwestfalen“ zwischen Elverdissen und Lockhausen auf dem Gebiet der Stadt Bad Salzuflen (Standort Nord, s.u.). Der Standort an der Richtungsfahrbahn Hannover liegt auf dem Gebiet der Stadt Bielefeld westlich des Stadtteils Oldentrup (Standort Süd, s.u.).

Naturräumlich befinden sich beide Standortalternativen im Ravensberger Hügelland (531) und in der naturräumlichen Untereinheit Herforder Platten- und Hügelland (531.23) (MEISEL, S., 1959).

 

Raumrelevante Planungen und Festsetzungen

Gebietsentwicklungsplanung

Der Gebietsentwicklungsplan für den Regierungsbezirk Detmold (Teilabschnitt Bielefeld-Gütersloh und Herford-Minden-Lübbecke) weist für die Umgebung der beiden Standorte Agrarbereiche und Flächen zum Schutz der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung aus. Im Bereich des Standortes Nord sind die Freiflächen darüber hinaus als Bestandteil eines regionalen Grünzugs dargestellt.

Flächennutzungsplanung

Im Flächennutzungsplan der Stadt Bad Salzuflen sind die Freiflächen in der Umgebung des Standortes Nord als Flächen für die Landwirtschaft dargestellt. Der Flächennutzungsplan der Stadt Bielefeld weist im Bereich des Standortes Süd überwiegend Flächen für die Landwirtschaft aus. Der Talraum des Brönninghauser Baches ist als geeigneter Erholungsraum dargestellt.

Landschaftsschutz

Die Freiflächen im Bereich der Untersuchungsgebiete sind überwiegend als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

2005-05 Tank- und Rastanlage Plan web

Schutzwürdige Biotpe

Standort Nord

Speckenbachtal (BK-391 7-451)

Ein 2.000 m langes, ca. 100 m breites, von Süden nach Norden verlaufendes Bachtal. Die Randflächen des Sieks sind im Süden schwach ausgeprägt, erreichen im Norden aber eine Höhe von 5 m (außerhalb des Untersuchungsgebietes). Das Siek wird fast ausschließlich als Grünland bewirtschaftet, an verschiedenen Stellen reichen Gehölze in das Siek hinein, im Norden ist das Siek völlig bewaldet. Der Bach wird nur selten von Gehölzen begleitet, in der Regel wird die Ufervegetation von einer Hochstaudenflur gebildet. Einige Kopfweiden sind vorhanden.

Am nordwestlichen Rand des geplanten Standortes befindet sich ein nach § 62 Landschaftsgesetz NRW geschützter Tümpel.

Standort Süd

Talabschnitt des Brönninghauser Baches nördlich von Brönninghausen (BK-3917-036) Westlich der A 2 fließt der Brönninghauser Bach in begradigten Bögen nordwärts durch ein flaches, als Grünland genutztes Sohlental. Die Ufer sind mit Steinschüttungen befestigt. Das streckenweise stark eingetiefte, schottrige Bett mit niedrigen Steilufern wird fast durchgängig von Ufergehölzen und brennnesselreichen Uferhochstauden gesäumt: Reste alter Baumweiden, Erlen und einzelner Kopfweiden am südlichen und nördlichen Abschnitt, gepflanzte Strauchbestände (Strauchweiden, Erlen, Eschen) am mittleren Abschnitt und Pappelreihen am Nordende. Auf der steilen Tal- bzw. Autobahnböschung im Südbereich stockt ein alter Buchen- bzw. Eichen­Hainbuchenwaldrest.

In der Aue des Brönninghauser Baches befinden sich südwestlich des vorhandenen Rastplatzes Nass- und Feuchtgrünland sowie periodisch wasserführende Tümpel, die nach § 62 Landschaftsgesetz NRW geschützt sind.

 

Landschaftsstruktur und Nutzungen

Der Landschaftsraum des Standortes an der Richtungsfahrbahn Oberhausen wird durch große Ackerflächen geprägt, die von der Autobahn durchschnitten werden. Auch die als Standort der geplanten Tank- und Rastanlage vorgesehene Fläche wird groß-flächig als Acker genutzt. In der nördlichen Hälfte wird die Fläche von einem periodisch wasserführenden Graben gequert, der von einer Brachfläche gesäumt ist. Am nordwestlichen Rand des geplanten Standortes befindet sich ein Tümpel (s.o.). Der Tümpel liegt außerhalb des unmittelbaren Eingriffsbereichs der geplanten Baumaßnahme. In der weiteren Umgebung verläuft im Westen des Standortes der geplanten Tank- und Rastanlage die Speckenbachniederung mit relativ extensiven Grünlandflächen sowie Laubwäldern mit Teichen. Die Speckenbachniederung liegt innerhalb einer 300 m Zone westlich der geplanten Tank- und Rastanlage. Sie wird von der Baumaßnahme selbst nicht tangiert.

Der Landschaftsraum des Standortes an der Richtungsfahrbahn Hannover unterscheidet sich hinsichtlich seiner Biotopstruktur nicht wesentlich von dem Standort an der Richtungsfahrbahn Oberhausen. Auch hier liegen im unmittelbaren Eingriffsbereich der Tank- und Rastanlage überwiegend große Ackerflächen sowie ein Kompostplatz. Als strukturreicherer Bereich liegt die Aue des Brönninghauser Bachs im Westen der Autobahn. Innerhalb der Aue befinden sich Nass- und Feuchtgrünland sowie periodisch wasserführende Tümpel (s.o). Der beschriebene Bereich ist durch die Autobahn vom Standort der geplanten Tank- und Rastanlage abgetrennt und liegt außerhalb des Einwirkungsbereichs der geplanten Maßnahmen.

An beiden Standorten wird der großräumige Biotopverbund in West-Ost-Richtung durch die Autobahn zerschnitten.

 

Verfasser: Kortemeier & Brokmann, Garten und Landschatsarchitekten

[Home] [Aktuelles] [Ziele] [Planverfahren] [B 239 n A2-Werl] [Amphibien] [Kopfweiden] [Solarenergie] [Wasserkraft] [Umwelttipps] [Kontakt] [Archiv]